Mittwoch, 7. August 2013

Drei hervorragende Möglichkeiten für eine wirksame Veränderung

Bevor wir richtig einsteigen habe ich noch eine Frage an Dich: „Glaubst Du, dass es ein unausweichliches Schicksal gibt? Existiert so etwas wie 'schicksalhafte Vorherbestimmung'?“ Die Frage ist von entscheidender Bedeutung! Nehmen wir an, Du steckst in einer Situation, die Du gerne verändert haben möchtest. Was Du gerade erlebst geht Dir tierisch auf den Senkel und Du willst da irgendwie raus. Hast Du auf der anderen Seite die Überzeugung, dass Du Deinem Schicksal ausgeliefert bist, dann ist die Sache nicht so ganz einfach. Einerseits möchtest Du, dass sich etwas verändert, andererseits glaubst Du, dass Du selbst keinen, oder zumindest kaum einen Einfluss auf die eigene Veränderung hast. Wenn sich dann doch etwas in Deinem Leben verbessert, dann kommt das gewissermaßen von außen und geschieht mehr oder weniger zufällig.
Ich behaupte, die Fähigkeit Veränderungen voranzutreiben und die Überzeugung, Opfer der Umstände zu sein, sind ein Widerspruch. Diese beiden Verhaltensweisen schließen sich gegenseitig aus. Deshalb ist an dieser Stelle ein klarer Entschluss erforderlich. Nun eine weitere Frage an Dich: „Bist Du bereit, die volle Verantwortung für alles, was in Ihrem Leben geschieht, zu übernehmen, oder ziehst Du die Opferrolle vor?“ Du hast die Wahl! Niemand zwingt Dich, etwas zu verändern. Es ist allein Deine freie Entscheidung! Du kannst natürlich auch alles so lassen, wie es ist und darauf hoffen, dass sich zufällig etwas verbessert. Ich halte diese Strategie allerdings für die schlechteste überhaupt.
Es gibt sicherlich Zeiten, wo man einfach mal abhängt und alles nur geschehen lässt. Das ist auch gut so. In unserem Leben sollte sich „Tun“ und „Loslassen“ abwechseln. Ich finde dazu das Bild von Saat und Ernte ganz hilfreich: Im Frühjahr bearbeitet der Bauer den Boden und manchmal powert er dabei, was das Zeug hält. Im Sommer macht er Pause – er lässt los. Es wäre schon ziemlich bekloppt, wenn er jetzt an den grünen Trieben ziehen würde, damit sie schneller wachsen. Das macht er aber nicht. Er wartet ab und vertraut darauf, dass Gott Wachstum und Gedeihen schenkt. Jetzt muss er nichts tun. Er kann es einfach geschehen lassen. Im Herbst wird er dann erneut aktiv, um die Ernte einzufahren, und im Winter ist dann wieder Pause. Es sind also verschiedene Zyklen, die sich immer abwechseln. Und so läuft auch unser Leben.
In diesem Beitrag steht nicht Abwarten und Loslassen im Vordergrund. Heute geht es um aktive Veränderung. Um bei dem Bild vom Bauern zu bleiben: Es geht um die Saat. Was Du in der Gegenwart säst, bestimmt Deine Ernte in der Zukunft. Ich unterstreiche das mit einem Zitat von Leonardo da Vinci: „Wer heute nur immer das tut, was er gestern schon getan hat, der bleibt auch morgen, was er heute schon ist.“ Dazu hat auch Albert Einstein mal was Schlaues gesagt: "Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert."
Was kannst Du nun tun, wenn Du Dich in einer Situation befinden, die Du – sagen wir mal – als "verbesserungswürdig" beurteilst? Mir fallen fünf Möglichkeiten ein, wie Du damit umgehen kannst – zwei davon sind absoluter Mist, die anderen drei halte ich für sehr gut und hervorragend anwendbar. Die beiden ersten Möglichkeiten, die Dich auf keinen Fall weiter bringen, lauten 1. Jammern und Schimpfen und 2. andere für Deine Misere verantwortlich machen. Bei Letzterem wird manchmal sogar das System verantwortlich gemacht. Man schiebt die Schuld auf Übergeordnetes, z.B. die bestehenden Regeln, die Kultur, die Firmenpolitik, oder vieles andere. Durch dieses Verhalten nimmt der Grad an Unverantwortlichkeit, Ohnmacht und Passivität noch weiter zu.
Jammern und Schimpfen bringt also nichts – es erzeugt höchstens Stress und Ärger – und anderen die Schuld für Deinen Mist zu geben bringt auch nichts. Kommen wir zu den guten drei Möglichkeiten. Sie werden in einer bekannten Lebensweisheit zusammengefasst: „Change it“, „Love it“ or „Leave it“. Dieser Spruch ist wohl schon millionenfach auf Managerseminaren verkündigt worden und vielleicht hast Du ihn auch schon mal gehört. Es gibt auch viele Bücher, in denen über „Change it“, „Love it“ or „Leave it“ geschrieben wurde. Ich habe allerdings meine eigene Art, mich diesem Motto zu nähern.
Grundsätzlich kannst Du immer eine oder mehrere dieser drei Möglichkeiten wählen. Manchmal gibt es Situationen, wo vielleicht eine dieser Optionen keinen Sinn macht, weil der zu zahlende Preis zu hoch ist. Dann blieben aber immer noch zwei Alternativen übrig. Im Extremfall könnte es sein, dass sogar zwei dieser drei Möglichkeiten nicht sinnvoll sind. In der Regel wird das zwar nicht der Fall sein, aber es ist immerhin denkbar. Es wird aber nie passieren, dass keine der drei Optionen anwendbar ist. Und wenn auch nur eine davon brauchbar ist, dann hast Du auf alle Fälle eine Wahlmöglichkeit: Du entscheidest Dich entweder dafür, diese Möglichkeit anzuwenden, oder dafür, es nicht zu tun und alles beim Alten zu lassen. Wenn Du aber alles beim Alten lässt, läuft auch Dein Leben weiterhin so wie bisher. Möchtest Du also eine Veränderung Deiner Lebenssituation, dann kommst Du nicht um eine veränderte Denk- und Verhaltensweise herum.
Du darfst Dir bewusst machen, dass Du als erwachsener Mensch niemals Opfer der Umstände bist. Du trägst die Verantwortung für alles, was in Deinem Leben geschieht. Es mag ja sein, dass Du vielleicht unter bestimmten Verhaltensweisen Deines Partners leiden und es Dir deshalb schlecht geht. Trotzdem ist auch diese Situation nur ein Spiegel Deines Innenlebens. Du ziehst genau die Menschen in Dein Leben, die Deinem Inneren entsprechen. Wenn Du also eine Veränderung Deiner äußeren Situation möchtest, dann geht das nur über ein verändertes Inneres.
Um jetzt konkret zu werden, benötigen wir irgendeinen Sachverhalt – einen Lebensumstand. Ich habe das Thema „partnerschaftliche Beziehungen“ gewählt. Der dreiteiligen Artikel mit dem TitelDie drei Möglichkeiten, sich angemessen in einem Beziehungsstress zu verhalten“ erscheint in den nächsten Tagen. Die meisten Dinge, die darin vorkommen, kannst aber auch problemlos auf Deinen Beruf oder andere Lebensbereiche übertragen.

Fotos:
“Reisernte 2” © : Manfred Schütze / PIXELIO
“Abzweigungen” © : Bernd Romeike / PIXELIO
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